Presseinformationen
ACR Electronics und Ocean Signal entwickeln AIS-EPIRBs der nächsten Generation vor dem IMO-Mandat 2022
Von James Hewitt, Geschäftsführer, Ocean Signal
Wenn man Hunderte von Kilometern vom Festland entfernt ist, zeigt der GPS-Plotter möglicherweise nur noch Blau an. In solchen Momenten – weit außerhalb der UKW-Reichweite und abhängig von Satellitenverbindungen für Wetter, Routenplanung und Kontakt – wird die wahre Bedeutung der Notfallvorsorge deutlich. Als jemand, der unzählige Nächte auf See verbracht hat – von Stürmen in der Biskaya bis hin zu Flaute im Pazifik – werde ich oft gefragt: Sollte ich eine EPIRB, eine PLB oder beides mitführen?
Die kurze Antwort? Wer es mit der Sicherheit auf See ernst meint, braucht beides. Doch das Verständnis der Unterschiede zwischen EPIRBs und PLBs – und ihrer jeweiligen Aufgaben an Bord – ist entscheidend für einen zuverlässigen Notfallplan.
Was ist der Unterschied? Ein technischer Überblick – EPIRB vs. PLB
EPIRBs (Notfunkbaken) und PLBs (persönliche Notfunkbaken) senden beide ein 406-MHz-Notsignal an das Cospas-Sarsat-Satellitennetzwerk, das von globalen Such- und Rettungsorganisationen genutzt wird (sofern aktiviert). Zusätzlich senden sie beide ein 121,5-MHz-Peilsignal für Such- und Rettungsflugzeuge oder -schiffe.


Darüber hinaus gibt es aber grundlegende Unterschiede zwischen EPIRBs und PLBs in Funktion, Form und Anwendungsfall:
| Besonderheit | Ocean Signal EPIRBs (z. B. EPIRB3) | Ocean Signal PLBs (z. B. PLB3) |
| Anmeldung | An ein Schiff gebunden (MMSI/IMO) | Auf eine Einzelperson registriert |
| Aktivierung | Automatisch (schwimmerfrei) oder manuell | Nur Handbuch |
| Akkulaufzeit (Senden) | ~48 Stunden | ~24 Stunden |
| Einsatzort | Montage am Schiff, automatische Auslöseoptionen | Wird an der Rettungsweste getragen oder in einer Notfalltasche aufbewahrt. |
| Return-Link-Dienst (RLS) | Ja, auf EPIRB3 (Galileo RLS) | Ja, auf PLB3 |
| AIS-Übertragung | Ja (EPIRB3 beinhaltet AIS und Blitzlicht) | Ja (PLB3 beinhaltet AIS und Blitzlicht) |
| GNSS-Unterstützung | Mehrere Sternbilder (GPS, Galileo usw.) | Mehrfachkonstellation |
| Primäre Verwendung | Notfunkbake auf Schiffsebene | Notfallplan: Persönliche Überbord-Person oder Schiff verlassen |
Die Technologie verstehen: Abkürzungen und ihre Bedeutung
Wenn Sie in Sicherheitsausrüstung für Offshore-Anlagen investieren, sollten Sie die Bedeutung der Abkürzungen in den Datenblättern kennen. Hier finden Sie eine leicht verständliche Erklärung der wichtigsten Begriffe beim Vergleich von EPIRB und PLB:
📡 406 MHz
📡 121,5 MHz
🛰️ GNSS (Globales Navigationssatellitensystem)
🛰️ GPS (Global Positioning System)
🛰️ Galileo
🔁 RLS (Rücksendelink-Service)
📡 AIS (Automatisches Identifizierungssystem)
💡 Stroboskop
🚨 MMSI (Maritime Mobile Service Identity)
🛰️ Cospas-Sarsat

Warum Sie für Offshore-Reisen eine EPIRB benötigen
Eine EPIRB ist der Goldstandard für Notfälle auf See. Die Ocean Signal EPIRB3 ist ein modernes Beispiel für die Fortschritte in dieser Technologie: Sie ist kompakt, verfügt über AIS zur lokalen Ortung durch Schiffe in der Nähe und bietet einen Rückmeldedienst, der den Empfang Ihres Notrufs bestätigt.

Montiert an Deck oder in der Nähe Ihrer Notfalltasche, kann die EPIRB3 frei treiben und sich bei schnellem Sinken Ihres Schiffes selbst aktivieren. Das kann eine PLB nicht.

Ich betrachte die EPIRB als die primäre globale Notfunkbake Ihres Schiffes. Sie sendet Ihre GPS-Position, Schiffsdaten und das Notsignal an die weltweiten Such- und Rettungsdienste. Nach der Aktivierung kann sie bis zu 48 Stunden lang senden – doppelt so lange wie die PLB.


Kurz gesagt, die EPIRB ist das, was die Kavallerie herbeiruft, selbst wenn man bewusstlos ist, im Wasser treibt oder nicht in der Lage ist, manuell irgendetwas zu aktivieren.
Wo PLBs zum Einsatz kommen: Sicherheit auf Besatzungsebene
Stellen Sie sich nun ein anderes Szenario vor: Sie werden während einer Nachtwache über Bord geworfen und vom Schiff getrennt. In diesem Moment ist die EPIRB Ihres Schiffes nutzlos. Was Sie brauchen, ist ein Notsignal, das bei Ihnen bleibt.

Genau hier spielt der Ocean Signal PLB3 seine Stärken aus.

Es ist klein genug, um an einer Rettungsweste getragen zu werden, robust genug für Offshore-Bedingungen und intelligent genug, um Folgendes zu beinhalten:
Es ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Einhandsegler und bemannte Boote gleichermaßen. Ich persönlich habe angeordnet, dass jeder an Bord während der Nachtwache oder bei rauer See eine PLB trägt. Und bei Übungen zum Verlassen des Schiffs mit Rettungsinsel dient sie als zusätzliches Notsignalmittel und ergänzt die EPIRB.

EPIRB vs. PLB : Redundanz ist kein Luxus – Offshore
Beim Hochseesegeln bedeutet Redundanz Überlebensfähigkeit.
Und vergessen Sie nicht, dass beide Geräte jetzt RLS bieten – eine bahnbrechende Funktion, die Ihnen die Gewissheit gibt, dass Ihr Hilferuf jemanden erreicht hat. Wenn Sie in vier Meter hohen Wellen mit 20 Knoten Gegenwind treiben, ist diese blinkende RLS-Bestätigung mehr als nur ein Hoffnungsschimmer – sie ist lebensrettend.

Schlussbetrachtung – EPIRB vs. PLB: Es ist kein Entweder/Oder
Zu viele Seeleute behandeln PLBs und EPIRBs immer noch als austauschbar. Das sind sie nicht.
Eine EPIRB ist unerlässlich. Sie gehört zu den ersten Dingen, nach denen ich in einem Notfall an Bord greife. Eine PLB ist ein persönliches Sicherheitsgerät, das Situationen abdeckt, die die EPIRB nicht abdecken kann. Zusammen bilden sie ein mehrstufiges Sicherheitsnetz.
Das Produktportfolio von Ocean Signal – insbesondere die EPIRB3 und PLB3 – setzt einen neuen Maßstab für integrierte Offshore-Sicherheit mit AIS, GNSS und RLS in beiden Ausführungen.
Wenn Sie aufs offene Meer hinausfahren, gehen Sie keine Kompromisse ein. Nehmen Sie beides mit. Registrieren Sie beides. Und weisen Sie Ihre Crew in deren Gebrauch ein. Denn wenn die See ihre Zähne zeigt, ist es zu spät, sich zu wünschen, man hätte die richtige Ausrüstung dabei.









